Die Vorlauftemperatur macht’s!
Flächenheizungen arbeiten effizienter mit niedrigeren Vorlauftemperaturen, Heizkörper benötigen höhere Temperaturen. Moderne Wärmepumpen meistern beides, eine Anpassung spart jedoch Energie und Kosten.

Der entscheidende Unterschied zwischen Heizkörpern und Flächenheizungen (Fußboden-, Wand- oder Deckenheizung) liegt in der benötigten Vorlauftemperatur. Flächenheizungen arbeiten mit großflächiger Wärmeabgabe und hohem Strahlungsanteil, wodurch Vorlauftemperaturen von maximal ca. 35 °C ausreichen. Heizkörper geben Wärme punktuell über Strahlung und Konvektion ab und werden in Bestandsgebäuden meist mit 60–70 °C betrieben.

Moderne Wärmepumpen können problemlos beide Vorlauftemperaturen liefern. Allerdings ist es energie- und kosteneffizienter, Heizkörper mit einer Vorlauftemperatur von maximal 55 °C zu betreiben – erfahrungsgemäß ist das bei den meisten Bestandsheizkörpern problemlos möglich. Im „Worst Case“ müssen einzelne Heizkörper durch größere ersetzt werden, was in der Praxis oft einfach gelingt.

Ein weiterer Hebel zur Reduzierung der benötigten Vorlauftemperatur ist die Senkung der Heizlast durch eine bessere Dämmung. Häuser mit schlechtem energetischem Standard benötigen deutlich mehr Energie, unabhängig von der Heizungsart, und verursachen höhere Kosten. Hier kommen gesetzliche Vorgaben für Dach, oberste Geschossdecke oder Fenster ins Spiel, die den energetischen Standard verbessern. Vollständige Dämmmaßnahmen sind jedoch nicht zwingend nötig, um eine Wärmepumpe effizient zu betreiben – das Verhältnis von Kosten und Nutzen sollte immer im Blick behalten werden.

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